Unternehmen

Im Jahr 1863 gründete Johann Bernhard Koke mit seiner Frau Wilhelmine ein Sattler- und Polstergeschäft in der Herrenstraße 3 in Senden, nachdem er vorher in der Schmiede Heimann Reparaturen an Pferdegeschirren etc. ausgeführt hat. Fortgeführt wurde es von den Söhnen Arnold, Heinrich und Albert. Vor allem Sattlerarbeiten an Geschirren und Polsterarbeiten an Kutschen und Landauern, für die auch Lederverdecke hergestellt wurden, prägten die ersten Jahre. Polsterstücke und Matratzen ergänzten das Angebot.

Albert Koke führte den Betrieb nach dem Tod der Brüder alleine weiter und nahm Dekorationen mit in das Angebot auf. Ein kleines Ladenlokal mit Schaufenster entstand. Kinderwagen, Leder- und Seilerwaren sowie Pflegemittel bildeten das Sortiment.

1954 adoptierte Albert Koke seinen Neffen Heinrich Rolf, von dan an Heinrich Koke, der den Betrieb übernahm. Mit seiner Frau Elisabeth baute er nicht nur den handwerklichen Bereich immer mehr Richtung Wohnen aus, sondern auch den kaufmännischen Teil. Lederwaren, sogar Fußbälle, Kinderbekleidung und Heimtextilien prägten das Bild. Umbauten 1949 und 1959 erweiterten die Verkaufsfläche.

Im Rahmen der Ortskernsanierung entstand 1965 der heutige Firmenstandort am Laurentiusplatz 3, 1973 der Neubau an der Herrenstraße. Das Handwerk Sattler, Polsterer und Dekorateur wandelte sich in dieser Zeit nicht nur in Raumausstatter, auch das Ländlich - Bäuerliche verschwand immer mehr.

1989 bis 1993 wurde der Betrieb mit einer Filiale in Lüdinghausen erweitert. 1990 übernahm dann der Sohn Heinz-Albert, der sich zuvor bereits um Gardinen, Sonnenschutz und Teppichboden gekümmert hatte, mit seiner Frau Barbara den Betrieb, weiterhin unterstützt von Heinz und Elisabeth Koke. Der allzu frühe Tod von Heinz 1991 führte jedoch mit zum Ende des ersten Auftritts in Lüdinghausen.

Seit 2006 gibt es wieder eine Filiale am Standort in Lüdinghausen, Mühlenstraße 39. Die Entwicklung des Angebots durch Verbrauchermärkte und Internet führte im Jahr 2008 in Senden zu einer Reduzierung des Sortiments und der Verkaufsfläche. Der Umzug zum Laurentiusplatz 3 brachte eine gewollte Ausrichtung auf den handwerklichen Aufgabenbereich - die Raumausstattung.